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FILINE stand bei uns eigentlich schon bei ihrer Vorstellung in der YACHT Anfangs 1986 auf der Wunschliste, vor allem wegen der trockenen Kajüte. Wir hatten elf Jahre lang die Freuden von Feuchte und Nässe in einer offenen SPANKER-Jolle genossen. Erst 1989, als wir zu einem bescheidenen Winterlager für die SPANKER-Jolle kamen, realisierte ich die Möglichkeit, endlich meinen Wunschtraum zu verwirklichen. Im Sommer 1990 begann der Bau, und im Juni 1992, unterbrochen durch die Wintermonate, war die Diabolo dann beendet.
Aus ökologischen Gründen verwendeten wir am Anfang einen E-Motor. Der befriedigte allerdings in Sachen Kraft und Vortrieb wenig. So haben wir für starkwindige Reviere noch einen 4 PS 4-Takt-Motor von Yamaha, ein wahres Wunderwerk, zugelegt. Für den größeren Wohnkomfort gab es bald einmal eine "Kuchenbude" Über die Plicht, mit Lattendach, geraden Seitenwänden, Ausgängen auf alle Seiten, Fenstern und Seitenwänden zum Hochrollen. Einziger Nachteil: Wegen Baumverlängerung, Baumstütze und Lattendach ist sie etwas aufwendig zum Auf- und Abbauen. Heute würde ich sie etwas einfacher machen. Die Idee mit den Steilwänden war aber goldrichtig. In der Bilge befindet sich eine 80-Ah Batterie, die zugleich als Innenballast und Lichtspender dient. Stauraum besitzt das Boot wenig, weil wir früher in der Plicht übernachteten und die Kajüte als permanente Gepäckablage in Betrieb war. Heute geht das Gepäck am Abend raus und am Morgen wieder rein. Das Jahr 1999 brachte uns im Herbst eine Durchkenterung und große Schäden am Boot. Das war zugleich eine Chance, längst geplante Veränderungen an den Stellen zu realisieren, die sowieso zerstört waren. So blieb die herausgeschlagene Maststütze gleich endgültig draußen und wurde durch einen kräftigen Mastspant ersetzt. Das Kajütdach bekam ein elegantes Äußeres mit Douglas-Leisten. Der alte Spankermast wurde durch einen Proctor-Kielzugvogelmasten ersetzt, genau nach Riggplan der Diabolo. Die Segel wurden neu nach Originalmaßen angefertigt. Im Vorschiff wurde ein Ankerkasten eingebaut. Da ein Büsser natürlich immer neue innovative Ideen im Kopf hat, wird wahrscheinlich noch einiges ausprobiert. Von der elektrischen Schwertwinde Über Steckruder bis Eßtischchen in der Plicht spukt noch so manches in meinem Gehirn herum. Die bequeme "Seniorenlehne" mit Relingspfosten und Tauen fabriziert, bewährte sich schon letztes Jahr. Ideen für weiteren Stauraum sind auch noch gefragt. Da wird mir nebst dem Segeln das Handwerkliche Vergnügen ganz sicher nicht ausgehen. Hans-Peter Büsser |