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Dänische
Südsee satt! Diesmal
beginnen wir auf Meereshöhe: 0 Meter und Salzwasserfahrt sind
angesagt! Einen Teil der Dänischen Südsee zwischen der Insel
Als und dem dänischen Festland wollen wir befahren, und zwar nach
Norden.Ausgangspunkt ist Augustenborg am gleichnamigen Fjord inmitten von Als. Dort kann man gut einwassern, verspricht der Infobrief von Frank Esser. Und die erste Route ist dann mal ziemlich geschützt im Augustenborg- und Als-Fjord.... Das Wetter ist uns diesmal nicht so wohlgesinnt wie in den Vorjahren. Temperaturen im Bereich von 12 - 20 Grad und wechselnde Verhältnisse begleiten uns die zwei Wochen, die wir in dieser an und für sich wunderschönene Gegend verbringen. Doch wir sind ja zum Segeln da, und in dieser Hinsicht kommen wir voll auf die Rechnung. Winde um 3 - 6 Beaufort sind unsere täglichen Begleiter und lassen uns im Bezug auf die Besegelungsart variantenreich werden. Das Wetter wird mit entsprechender Bekleidung abgefangen. Von daher ist der diesjährige Törn absolut abwechslungsreich und einmalig. Von Als bis Kalvö und zurück Freitag, 29. Juli: Wir fahren los! Um halb sechs Uhr früh - etwas später als sonst - starten wir zur grossen Reise. Das Gespann ist fertig vorbereitet, sodass wir nur einsteigen und losfahren können. Auf dieser Route der A7 gibt es diesmal schon in der Raststätte Illertal Frühstück, denn wir sind eine Stunde später als letztes Jahr, und der Hunger plagt uns gar sehr. Dann geht´s weiter, diesmal wieder einmal hoch über die ganze A7 bis zur Grenze in Flensburg. Nach diesmal ziemlich ereignisloser Fahrt mit Mittagessen in Kassel erreichen wir die Raststätte Braunautal, wo wir uns nach einem Zimmer erkundigen. Tatsächlich, es hat noch eines, allerdings nur noch Raucherzimmer. Tapfer ertragen wir diese unangenehme Tatsache. Samstag, 30. Juli: Weiterfahrt! Da man in dieser Raststätte schon ab vier Uhr essen kann, sind wir nach dem Früh-Frühstück schon um sieben Uhr wieder auf Fahrt und passieren die kritischen Stellen zwischen Elbtunnel und Flensburg immer einen Lidschlag vor dem beginnenden Stau. Es wäre eine ideale Fahrt, käme nicht schon nach Neumünster eine Regenfront nach der andern. So tasten wir uns alle zehn Kilometer durch eine Wand von Regen. Grenze passiert, Abfahrt Bov gefunden, und schon sind wir auf Dänemarks Landstrassen Richtung Augustenborg unterwegs. Krusö, Grästen, Sonderborg sind die Orte, die wir, immer noch mit viel Regen bedacht, bis zum Ziel durchfahren. Telefon mit Frank: Wo auf dem Hafengelände steckt ihr? Frank holt uns ab, und wir wechseln wegen des strömenden Regens mal so schnell wie möglich vom trockenen Auto ins trockene Boot der Essers. Abwarten und Tee trinken heisst die Devise. Nach eineinhalb Stunden ist es dann soweit: Es trocknet! So ist der Weg frei, um einen Blick auf den Slip gegenüber zu werfen. Zwar ist er sehr steil, aber Einwassern sollte ohne Probleme gehen. Und so ist es auch: Nach zwei Stunden ist unser Boot angebunden, zum Wohnen bereit und wir widmen uns den Freunden, die schon angekommen sind. Schön, alle wieder zu sehen! Sonntag,
31. Juli: EingewöhnenGestern sind vorweg die Meisten eingetroffen: Johann mit der Tucan, die beiden holsteinischen Zwillinge Klaus und Bruno mit ihren Schiffchen, Stallmanns mit Goliath, Familie Segger auf dem Schärenkreuzer von Reinhold. Die Glades und die Zweigles mit ihrem brandneuen Boot waren schon vor uns dagewesen. Nun warten wir noch auf Felix und Dierk mit Freundin. Die treffen dann ein, haben aber einiges am Boot ramponiert, und Freundin Lydia soll auch erst am Montagmorgen kommen. Leider schaffen sie es nicht, bei unserer Abfahrt bereit zu sein. Schade! Da die beiden einzigen Lokale im Hafen voll besetzt sind, müssen wir selber kochen. Das machen wir, allerdings haben wir Glück, denn beim Grillplatz ist gerade eine Partie fertigmit Essen, und wir können den Tisch übernehmen. Montag,1. August: Augustenborg-Dyvig, 13.5 sm (24 km) Endlich kann´s losgehen! Erst mal frühstücken wir gemütlich, um nachher zuerst das Essgeschirr und dann die Boote zu klarieren. Einer nach dem Anderen fahren wir gegen zwölf Uhr aus dem Schutze des Hafens Richtung Augustenborgfjord. Wind ist schon genug da, nach dänischer Definition "bis frischer Wind", was eine satte Vier bedeutet. Darum laufen alle schon gerefft aus. Und an der Ecke zum Fjord rauscht es schon mal gewaltig, sodass wir am Anfang mal nur mit Gross weiterlaufen. Es ist wunderschön: Die mehrheitlich scheinende Sonne übergiesst einen stahlblauen Fjord mit gleissendem Silber. Die Felder auf den flachen Ufern leuchten gelb, und hie und da grüsst uns ein kleiner Steilabfall. Beim Uebergang in den Alsfjord haben wir dann mit recht hohen Wellen zu kämpfen, da wir gleichzeitig gegenan kreuzen und erst noch auf die Fähre achtgeben müssen. Unser heutiges Ziel ist die Dyvig! Eigentlich von Frank etwas despektierlich als vergangenen Geheimtyp bezeichnet, bin ich trotzdem froh, dass wir dank der Gegenanfahrt dort einfahren werden. Nach dem letzten grossen Steuerbordschlag im Alsfjord fahren wir in den Trichter ein, der uns zur Dyvig bringen soll. Etwa nach der Hälfte des Weges streichen alle Boote die Segel, also machen wir es auch. Und es erweist sich als richtig, denn kaum einen Steinwurf später passieren wir eine betonnte Engstelle, die man nur von einer Seite befahren kann. Ohne Motor wäre das eine heikle Sache! Anlegen an einem Steg und Boot klarieren ist eine Sache. Nachdem alles erledigt ist, machen wir dem Boot eines Bekannten die Aufwartung, um dieses lustige Vehikel mal genauer und im Original anzuschauen. Dienstag, 2. August: Dyvig-Kalvö, 11.5 sm(21 km) Die Diabolo-Fraktion erwacht langsam zum Leben! Mit Frühstück auf Steg und Booten wird der Morgen verbracht, dann wird gepackt und ausgelaufen. Eher trüb und immer noch reichlich Wind, so Beaufort 3-4! Wir fahren wiederum durch die enge Ausfahrt der Dyvig und sagen dieser schnen Gegend ade. Mein erstes Traumrevier dieses Törns ist Wirklichkeit geworden. Ziel unseres heutigen Tages ist die Insel Kalvö im Genner-Fjord. Dazu geht´s mal erst auf Nordkurs. Von Weitem kann man die Insel Barsö nur schwer ausmachen. Wir halten einfach mal auf den bewaldeten Höhenrücken zu, und tatsächlich: Bald ist die Insel deutlich zu erkennen. Immer noch mit Reff im Gross und Fock ziehen wir mit geschrickten Schoten bis vor Barsö. Die Andern haben die Genua gesetzt und sind deshalb schon lange davongerauscht. Auch fahren sie sehr hoch am Wind, wohingegen wir es eher gemütlich nehmen mit einem Schrick in den Schoten. So ist eine Wende mehr für uns unvermeidlich, und dann geht´s halt trotzdem hoch am Wind, bis zuhinterst in dem Gennerfjord die rote Boje und die Masten der kleinen Hafenanlage von Kalvö auftauchen. Wir werden eingewiesen auf ein Plätzchen ganz in der Nähe des Landes und können uns einrichten. Abends geht die Jahresversammlung über die Bühne. Diesmal bin ich befreit vom Druck, die Versammlung leiten zu müssen, und kann hie und da frei meine Meinung sagen. Ich bin deshalb glücklich, dass mein Vorschlag für den Trn angenommen wird: Achterwasser! Klaus Schwinn kann nun loslegen! Mittwoch, 3. August: Kalvö-Aabenraa, 11.5 sm (21 km) Der Tag der Wahrheit ist angebrochen: Regatta um die "Kanne der Diabolos"! Nach Essen und Packen, wie immer geht es etwa um Elf Uhr auf die grosse Reise: Die rote Boje am Ausgang des Hafens ist der Start, die rote Boje am Eingang des Zielhafens in Aabenraa ist Zieldurchgang, also eine Langstreckenregatta. Hornstoss zum Start: alle preschen los wie wahnsinnig, der Wind ist immer noch etwa so stark wie gestern. Eine Vorwindkreuz bringt uns wieder in die Gegend der Insel Barsö. Dort müssen wir aufkreuzen. Während die Andern wie gestört Höhe laufen und gewaltige Krängung in Kauf nehmen, fahren wir wieder geschrickt. So können wir aufrechter segeln und die Fahrt etwas besser geniessen, brauchen allerdings wieder einige Schläge mehr als die Andern. Peter Zweigle, der uns bei der roten Boje fotografieren wollte, ist enttäuscht: Wir fahren nicht einmal richtig durchs Ziel. Darum werden wir am Abend auch reglementskonform disqualifiziert, was uns aber kein allzu grosses Bauchweh macht. Wir sind viel mehr am klassischen Fahrtensegeln als am Regattasegeln interessiert. Dabei kommen wir ja immer auch ans Ziel. Der Abend ist dann dem Nachtessen in der Altstadt gewidmet. In einem noblen Gasthaus der gehobenen Art, aber spottbillig, essen wir uns wirklich satt! Es schmeckt uns herrlich! Anschliessend ist die Regatta-Rangverkündigung in eher trister Umgebung, sodass wir uns bald in unser heimeliges Schlafgemach verziehen. Donnerstag,
4. August: Aabenraa-Augustenborg, 19.5 skm (35 km)Wind im Ueberfluss: Heute stehen sicher 5-6 Bft. aus Nordwest, das Wasser ist weiss von Schaumkronen und grossen Wellen! So dauert es bis am Mittag, bis wir loskommen. Diese Zeit nützen viele noch für Einkäufe in der Altstadt und Fachgesprächen auf den neuen Booten. Doch dann hilft nichts mehr: Es geht los! Zum Glück erst mit Vorwindkurs. Wegen des starken Windes entschliessen sich alle, nur mit Fock oder Genua durchzufahren bis Augustenborg. Da wir die Einzigen mit Fock sind, sind wir schon bald wieder, wie immer, das Schlusslicht. Beim Uebergang des Aabenraa-Fjordes in den kleinen Belt hat´s auf etwa hundert Meter recht grosse Wellenpakete, doch bald besänftigt sich dies wieder. Und nach kleinem Kurswechsel geht´s mit raumen Winden weiter den Als-Fjord runter. Nochmals packen uns böiger Wind und hohe Wellen beim Uebergang zum Augustenborg-Fjord. Und bis wir an dessen Ende sind, wird der Wind noch ganz sanft. Aber an der berühmten Ecke, an dem der Fjord in das Hafenbecken übergeht, brist es wieder auf. Und kurz vor dem Einziehen des Segels muss natürlich der Skipper wieder einmal zaubern: Wegen falscher Handhabung des Steuers fabriziert er einen Sonnenschuss. Aber es ist nochmals gut gegangen! Einfahrt in den vertrauten Hafen und anbinden, dann gibt´s auf dem Pick-Nick Platz ein grosses Abschieds-Essen. Freitag, 5. August: Aufbruch! Leider schon Törnschluss! Jedoch regnet es den ganzen Tag, am Mittag zum Teil in Strömen, sodass an eine Schlussausfahrt nicht zu denken ist. So ziehen es die Meisten vor, bis zum Mittag auszuwassern und dann den Heimweg anzutreten. Büsser's und Maag's bleiben als Einzige noch zurück, da wir noch eine Woche anhängen, und sitzen das Regenwetter in der Hoffnung auf bessere Zeiten ab. Damit wäre der Törnteil an diesem Freitagabend bereits abgeschlossen. Nachtörnwoche Samstag, 6. August: Ruhetag! Wir erwachen bei pfeiffenden Winden, und hie und da kommt auch noch ein Spritzer vom Himmel. Nicht gerade ermutigende Fakten für eine Ausfahrt. Bis Mittag bessert sich die Lage, doch mögen wir wegen ein paar Stunden nicht die Kuchenbude demontieren und eventuell noch ein nasses Boot riskieren. So verginge der Tag eigentlich ereignislos, wenn uns nicht noch eine Ueberraschung blühen würde. Am späten Vormittag kommt mir auf dem Steg ein hochaufgeschossener Herr entgegen. Erstaunt registriere ich, dass er meinen Namen kennt. Und er stellt sich als Eberhard Dammann vor. Derselbe, der eigentlich von uns schon eine Woche früher erwartet wurde. Seine vermeintliche Lungenentzündung erwies sich als Fehlalarm, und er sagt mir, dass er einfach noch kommen wollte, um ein bisschen zu segeln. Er hätte noch Zeit bis am Donnerstag. Ich meine, da lässt sich sicher noch einiges machen. So sind wir jetzt zu Dritt, und werden jeden Tag in Augustenborg auf dem berühmtern Grillplatz zusammen zu Nacht essen. Sonntag,
7. August: Segeltraining auf dem Augustenborgfjord ca.7 sm (12 km)Endlich ist das Wetter etwas freundlicher und die Winde akzeptabel, sodass wir um etwa 13.00 Uhr zu einer "Uebungsfahrt" starten. Mein Plan ist, am Montag und Dienstag mein zweites Wunschziel, Höruphav an der Flensburger Aussenförde zu erreichen. Dazu brauchen vor allem die anderen zwei Boote noch etwas Segelpraxis. So segeln wir mit Kreuzen hoch bis zum Stevning-Nor und zurück. Während sich Eberhard schon als guter Steuermann entpuppt, haben Felix und seine Freundin noch etwas Mühe, die Segel zu bändigen und richtig Kurs zu laufen. Schliesslich schaffen aber auch Sie es, wieder unversehrt zum Hafen zurückzukommen. Montag, 8. August: Augustenborg-Höruphav Havn 18 sm (33 km) Endlich ist es soweit: Nachdem wir auch Felix und Lydia wieder vom Morgenausflug zurück haben, starten wir mit Ziel Höruphav mit der Alternative Sonderborg, falls erforderlich. Die Fahrt nordwärts den Augustenborgfjord hinauf schaffen wir problemlos und freuen uns schon auf die Halbwindfahrt den Alssund hinunter. Denkste! Durch die Windablenkungen wird daraus ein Amwind-, manchmal sogar ein Kreuzkurs.. Mühsam schaffen wir es bis zur Hubbrücke von Sonderborg, wo wir die Durchfahrt knapp verpassen. Wartezeit: Dreiviertel Stunden! Was nun? Wir binden das Boot vorübergehend an einen leeren Fischkutterplatz und essen Pick-Nick. Schnell ist die Zeit um, und wir fahren durch die Brücke und in die Sonderborg-Bucht. Dort hat sich natürlich durch den steten Wind trotz allem eine rechte See aufgebaut, und unter raumen Winden rauschen wir Richtung Eingang von Höruphav. Rasch um die Ecke, und schon sehen wir Backbord voraus die Masten unseres Zielhafens. Die optische Täuschung: davor hats ein Flach, und das muss noch umfahren werden. Doch nun Segel streichen, Motor an und rein in den Hafen.... Hat sich das Wetter bisher gut gehalten, droht jetzt Regen. Also rasch unsere Wohnung aufgestellt. Kaum fertig, kommt tatsächlich der Regen, und wird uns bis am Abend nicht mehr verlassen. Das Abendessen findet deshalb freundlicherweise in der Clubstube des Lokal-Segelklubs statt, der sogar mit Kochecke ausgestattet ist. Am späteren Abend droht uns noch eine andere Gefahr: Eine einsame Seglerin sucht Gesellschaft und Zuspruch, sodass wir ihr für eine kurze Zeit auf ihrem Boot Gesellschaft leisten. Besonders Eberhard hat Mühe, sich von der klebrigen Dame zu lösen. Zum Dank dafür beglückt sie uns noch einige Zeit mit lauter Nachtmusik. Aber auch das ist mal zu Ende. Dienstag, 9. August: Höruphav-Havn-Augustenborg 18 sm (33 km) Na, dann mal zurück nach Augustenborg! Das Wetter zeigt sich auch von der freundlichen Seite, und nach einem einmal mehr genüsslichen Bordfrühstück geht es los. Bis zum Ausgang des Höruphav geht´s gut. Doch dann erblickt das geübte Seglerauge im Westen eine Wolkenwalze, kein gutes Zeichen. Segel verkürzen, keinen Augenblick zu früh. Denn schon weht es wieder aus allen Rohren, und der Regen prasselt herunter. Doch schnell ist alles vorbei, und, es ist kaum zu glauben: Nach einer halben Stunde ist absolute Flaute, und der eben noch ruppige Wellengang hat sich verflüchtigt. Ein glatter Spiegel wie weiland auf dem Bodensee zeigt sich auf dem Wasser. Nach einiger Zeit haben wir genug: Bei angenehmer Witterung, die am Schluss noch in Sonnenschein übergeht, motoren wir Richtung Sonderborg. Dort sind wir schneller durch die Hubbrücke, wo wir bis zur Strassenbrücke motoren und dann die Segel hochziehen. Und das Zweitemal macht sich nach der Brücke ein Wolkenkragen über uns her. Wind ist zwar keiner, aber ein Wolkenbruch prasselt auf uns, der sich gewaschen hat. Also nochmals Motor ein und rasch aus der Regenzone gefahren. Dass ich nachher beim Grossegel ausschütten noch meine liebe Frau mit einem Schwall aus dem Segelsack am Grossbaum bedenke, sei nur am Rande erwähnt. Der Rest ist rasch erzählt: Etwas unruhiges Am-Wind-Segeln bis zur Arnskill-Huk, dann den Augustenborg-Fjord hinunter eine herrliche Halbwindfahrt bis zum Hafen. Mittwoch, 10. August: Wie die Wettervorhersage im Aushängekasten vom Hafen voraussagte: Frischer Wind! Das heisst auf dänisch: Es pfeifft in den Wanten und Masten. Also kein Segeln mehr! Felix und Lydia packen zusammen und sind im Nu von der Bildfläche verschwunden. Auch Eberhard sieht sein Heil in der Abfahrt Richtung Stockholm zu seiner Familie. Er lässt das Boot noch für ein paar nachträgliche Segeltage im Hafen. So bleiben, wie schon oft, noch die Büssers übrig. Und die machen sich nochmals auf den Weg über Land nach Aabenraa. Häusschenkarte abgeben, Pölser essen, Fleecejacke kaufen und Kaffetrinken, das sind unsere Tätigkeiten vor der Rückreise nach Augustenborg. Den Abend verbringen wir im Fjordhotel beim Essen einer Scholle. Donnerstag, 11. August: Heute machen wir nach dem Bordfrühstück eine Rundreise. Wir wollen mal die Ostküste von Als kennenlernen, so verholen wir uns mit dem Auto zuerst nach Fynshav, dann nach Mommark, werfen nochmals einen kurzen Blick auf Hruphav, um dann, nach einem Besuch des Hafens von Sonderborg, an der Wasserfront vor der Klappbrücke ein Mittagessen einzunehmen. Abends beglücken wir nochmals die jungen Köche im Kro unseres Hafens. Freitag, 12. August: Nun ist es also auch für uns soweit: Um acht Uhr Morgens kranen wir aus, und bis Mittag ist das Gespann fahrbereit. Nach einem letzten Blick auf die "Talamone" von Eberhard und einem Ade und Dankeschön an den Hafenmeister geht´s auf Fahrt. Uebernachtet wird bei der ehrenwerten Frau von Gadenstedt in Bockenem bei Hildesheim. Und anderntags fahren wir nach einem opulenten Frühstück zurück an den Bodensee. Vertrautes Wasser ist wieder vor unserer Nase. Hans-Peter Büsser |