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Twist,
Traveller und die Sache mit dem Dreieck Nachdem wir uns in der letzten TP mit dem Grundtrimm des Mastes beschäftigt haben, möchte ich mich diemal dem Großsegel widmen. Speziel dem Aspekt, was man mit dem Traveller oder ähnlichem so anstellt.
Dazu kommt die Wirkung der Fock. Sie ist dreieckig, das heißt in horizontaler Richtung ist sie oben kürzer als unten. Mit einer längeren Segelprofil lenkt man den Wind auch stärker um, also unten mehr als oben. Nun erinnern wir uns an den A-Schein. Daran, wie aus wahrem Wind und Fahrtwind der scheinbare Wind wird, der unser Segel anströmt. Der Fahrtwind ist oben wie unten gleich, weil der Mast sich ja gleichmäßig bewegt. Durch den unterschiedlich starken und unterschiedlich umgelenkten wahren Wind sind aber Winkel und Stärke des scheinbaren Windes oben etwas größer. Wir könnten also das Segel oben etwas fieren, um den besten Anstellwinkel und damit maximalen Vortrieb zu erhalten. Dieses Verdrehen, also unten dicht und oben leicht gefiert, nennt man Twist. Um den einzustellen gibt´s Traveller & Co.
Im direkten Vergleich in der Skizze sieht man, daß das Verhältnis von Dichtholen zu Herunterziehen beim Traveller deutlich anders ist und weniger Spannung auf´s Achteliek und damit viel Twist bringt. Wieviel genau, kann man durch die Position des Schlittens einstellen. Bevor ihr euch aber nun alle einen Traveller kauft, möchte ich noch eine Alternative vorstellen: das Dreieck. Bei vielen Regattajollen hat es sich bereits durchgesetzt. Der Umlenkblock der Großschot wird dabei von zwei Drahtstrippen gehalten, die ein Dreieck aufspannen. Entweder mit ca. 80-90cm langen Drähten, die vom Cockpitboden gespannt sind oder entsprechend kürzeren von der Cockpitoberkante. Sie sollten sich ca. 20-25cm über Deck treffen. Der Zugwinkel der Schot ergibt sich dann so, wie bei einem mäßig nach Luv gefahrenen Traveller.
Auch sonst hat ein Dreieck Vorteile. Es ist wesentlich preiswerter: ca. 10,- im Vergleich zu ca. 150,- für einen Traveller. Ausserdem läßt es sich im Hafen einfach aushängen und schon ist das Cockpit frei. Egal ob Traveller oder Dreieck, wieviel Twist nötig ist, mag wahrscheinlich auch kein Profi zuverlässig nach Gefühl einzustellen. Wir müssen den Effekt also sichtbar machen. Dazu dienen Trimmfäden am Achterliek. 3-4 schmale Streifen Spituch, die kurz unterhalb der Latten an´s Liekband geklebt werden. Optimal getrimmt sollten alle Streifen gerade auswehen und nur selten hinter das Segel klappen. Versteckt sich ein Streifen hinter dem Segel, ist es an dieser Stelle zu dicht. Man holt also die Großschot in bewährter Manier, bis das Vorliek unten gut steht und wirft dann einen Blick auf´s Achterliek. Die unteren Fäden müßten jetzt schon gerade auswehen. Klappen die oberen weg, können wir sie mit dem Traveller zurückholen. Stehen oben die Fäden, aber das Vorliek nicht, geht der Schlitten nach Lee oder der Baumniederholen hilft, das einzustellen. Frank |